Weiterbildung Gewaltprävention: Worauf Sie achten sollten

Drei Merkmale einer wirksamen Weiterbildung zur Gewaltprävention und fünf Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten, bevor Sie buchen.

Sie haben Budget für eine Fortbildung zur Gewaltprävention und drei Angebote auf dem Tisch. Alle versprechen Praxis. Welches davon verändert wirklich etwas in Ihrem Team?

Hier stehen die drei Merkmale, an denen Sie das vorher erkennen, und fünf Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen können.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Der Maßstab ist der Montag danach: Handelt das Team anders als vorher?
  2. Gute Fortbildungen arbeiten mit Ihren eigenen Fällen, im ganzen Team.
  3. Was hängen bleibt, sind einfache Bilder und Sätze, keine Modelle für zwei A4-Seiten.
  4. Ohne Übung, feste Vorsätze und ein Nachtreffen verpufft das meiste.
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Auf einen Blick

  • Woran Zertifikats-Weiterbildungen scheitern: Wissen ohne Transfer in den Alltag
  • Drei Merkmale, die eine wirksame Fortbildung ausmachen: Inhouse, einprägsame Modelle, Transfer-Struktur
  • Entscheidend ist nicht, was vermittelt wird, sondern was danach im Team ankommt.

Woran Sie eine gute Fortbildung erkennen

Ein Zertifikat sagt, dass jemand da war. Über den Alltag sagt es wenig.

So endet es oftDie Unterlagen liegen im Ordner. Im Dienst merkt man nichts davon.
So sollte es seinAm Montag reagieren alle Kolleginnen gleich, wenn ein Streit hochkocht.

Das liegt selten am Team. Meist hat die Form der Fortbildung nicht gepasst.

Es zählt eine Frage: Ändert sich etwas im Alltag?

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Drei Merkmale, auf die Sie achten sollten

Im eigenen Haus

Die Fortbildung findet bei Ihnen statt, mit Ihrem Team und Ihren Fällen. Wer gemeinsam lernt, spricht danach dieselbe Sprache. Wer allein fährt, kommt oft allein zurück.

Bilder, die hängen bleiben

Das Bananen-Modell, der Satz „Du bist ein Schatz“, ein gemeinsames Ruhezeichen. Einfach genug, dass man sich im Stress daran erinnert.

Ein Plan für danach

Üben, sich etwas vornehmen, nach einigen Wochen nachschauen. Reiner Input reicht nicht, egal wie gut er ist.

Ein Beispiel: Das Bananen-Modell beschreibt Gewalt als Kurve. Ganz oben, im Gipfel, wird nicht erzogen, sondern gesichert. Wer diesen einen Satz im Kopf hat, hält in der Situation keine Predigt, sondern trennt die Kinder und spricht später mit ihnen.

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Wie das Gelernte im Alltag ankommt

Drei Punkte trennen gute Anbieter von schwachen.

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Üben am Teamtag

Rollenspiele mit Situationen aus Ihrem Haus. Das ist erst unbequem und gerade deshalb wirksam.

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Ein Vorsatz zum Schluss

Jede Kollegin sagt, was sie in den nächsten 24 Stunden umsetzt. Wer sich nicht festlegt, vergisst es.

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Nachtreffen nach 6 bis 8 Wochen

Rund anderthalb Stunden, vor Ort oder online: Was hat gehalten, wo hakt es?

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Fünf Fragen an jeden Anbieter

Stellen Sie sie vor der Buchung. Gute Anbieter freuen sich darüber.

Kommen Sie zu uns oder fahren wir zu Ihnen?

Und warum dieses Format?

Welche Modelle bringen Sie mit?

Kann mein Team sie nach sechs Wochen noch benennen?

Wie viel ist Vortrag, wie viel Übung?

Lassen Sie sich das in Stunden sagen.

Was nehmen sich die Teilnehmenden am Ende vor?

Gibt es dafür einen festen Teil im Ablauf?

Gibt es ein Nachtreffen?

In welcher Form, und was kostet es?

Weicht ein Anbieter bei einer dieser Fragen aus, ist das ein Warnsignal.

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Team-Tag oder eine eigene Fachkraft?

Manche Einrichtungen wollen das ganze Team stärken, andere jemanden im Haus, der das Thema dauerhaft trägt.

Teamfortbildung

oder

Ausbildung zur Fachkraft

  • Eine Person aus Ihrem Team, sechs Module à 2,5 Tage.
  • Bei der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt.
  • Danach leitet sie selbst Trainings an. Zur Ausbildung

Was eine Fachkraft für Gewaltprävention im Alltag tut

Ihre Arbeit sieht man vor allem an dem, was nicht passiert.

Früh hinschauen

Welches Kind zieht sich zurück, welches wird lauter? Wo kippt eine Gruppe gerade?

Den Ernstfall vorbereiten

Vorher ist geklärt, wer sich um das Kind, die Gruppe und die Eltern kümmert.

Nachgespräche führen

Mit dem Kind, das Gewalt erlebt hat, mit dem, das sie ausgeübt hat, und mit dem Team.

Haltung im Team pflegen

Kurze Impulse in der Dienstbesprechung. Und Etiketten wie „der Schwierige“ stoppen.

Mit Leitung und Eltern sprechen

Muster früh melden. Vorfälle einordnen, ohne zu beschönigen und ohne zu dramatisieren.

Diese Rolle lernen

Die Ausbildung mit der Landesakademie startet im Februar 2027.

Zur Ausbildung →
Im Nachgespräch nicht„Warum hast du das gemacht?“
Besser„Was ist in dir passiert, bevor das passiert ist?“

Ein Verhör macht das Kind zur Verteidigung bereit. Die zweite Frage lässt es nachdenken.

Gewaltprävention mit dem ganzen Team

Ein Teamtag mit Ihren Fällen, mit Übungen und einem Nachtreffen nach einigen Wochen.

Lieber erst sprechen? Kostenloses Erstgespräch, 20 Minuten →

Inhouse-Fortbildung

Für Ihr Team
6 Stunden, 8 bis 15 Personen
ab 1.150 € netto pro Team

Live-Online-Kurs

Für Einzelne
6 Stunden in Kleingruppe
320 € netto pro Person

Stand: Oktober 2026 · Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft von Miriam Steimer

Miriam Steimer, Gruenderin Leuchtturm Akademie

Ueber die Autorin

Miriam Steimer

Gruenderin Leuchtturm Akademie · Staatlich anerkannte Erzieherin · Anti-Gewalt- und Coolness-Trainerin

Mit ueber 15 Jahren Praxiserfahrung in der Schulkindbetreuung begleitet Miriam paedagogische Fachkraefte und Einrichtungsleitungen mit Inhouse-Fortbildungen und Live-Online-Kursen. Schwerpunkte: Konfliktmanagement, Gewaltpraevention, Elternarbeit und Teamentwicklung in Hort, Kernzeit und Ganztagsbetreuung.