Montag, 14:30 Uhr, Sitzkreis: Zwanzig Kinder stimmen darüber ab, wofür das Gruppenbudget von 50 Euro ausgegeben wird.
Das ist keine nette Beschäftigung, sondern gelebte Demokratie, und genau der Kern einer Kinderkonferenz.
Hort-Glossar
Die Kinderkonferenz ist ein regelmäßiges Gremium, in dem Kinder einer Einrichtung Themen einbringen, diskutieren und verbindlich mitentscheiden. Sie ist eines der wichtigsten Instrumente, um das Beteiligungsrecht aus § 45 SGB VIII und § 8 SGB VIII im Alltag umzusetzen.
Ein Ablauf, der sich bewährt hat
Vom Themenbriefkasten bis zum Aushang.
Woran Kinderkonferenzen scheitern
Fast nie am Desinteresse der Kinder.
Nur Nebensächliches steht zur Wahl
Sondern daran, dass Erwachsene nur über Nebensächliches abstimmen lassen und die relevanten Fragen (Regeln, Raumnutzung, Ausflugsziele) weiter selbst entscheiden. Kinder merken das schnell, und dann stirbt das Format an Bedeutungslosigkeit.
Beschlüsse bleiben folgenlos
Die zweite Todesursache: Beschlüsse werden gefasst, aber nicht umgesetzt.
Eine Konferenz, deren Entscheidungen folgenlos bleiben, ist schlimmer als keine.
Erst diese Frage klären
Eine ehrliche Vorab-Frage ans Team lohnt sich deshalb: Welche Entscheidungen geben wir wirklich ab? Erst wenn darauf eine konkrete Antwort existiert, sollte die erste Konferenz stattfinden.
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