Checkliste für Hort und Ganztag
Fünf Schritte vom ersten Verdacht bis zur Vorbeugung. Und ein Plan für die ersten 48 Stunden, falls es ernst wird.



Warnsignale
Achten Sie auf Veränderungen, die über mehrere Tage bleiben.
Die ersten 48 Stunden
Ein Kind hat sich Ihnen anvertraut, oder Sie haben selbst etwas gesehen. So gehen Sie vor, wenn wenig Zeit ist.
Sofort
- Das betroffene Kind aus der Situation holen und bei sich behalten, bis es ruhig ist.
- Nicht klären, wer schuld ist. Erst sichern, dann sprechen.
- Eine zweite Fachkraft informieren. Allein entscheiden Sie das nicht.
Am selben Tag
- Aufschreiben, was Sie gesehen oder gehört haben: Datum, Ort, Beteiligte, wörtliche Sätze.
- Die Leitung informieren. Dem betroffenen Kind sagen, wer als Nächstes Bescheid weiß.
- Die Eltern des betroffenen Kindes anrufen, bevor sie es von anderen hören.
Innerhalb von 48 Stunden
- Mit den beteiligten Kindern einzeln sprechen, nicht in der Gruppe und nicht gemeinsam mit dem betroffenen Kind.
- Im Team festlegen, wer was übernimmt, und das schriftlich festhalten.
- Einen Folgetermin setzen: Wie geht es dem Kind in einer Woche?
- Das betroffene Kind und die mobbenden Kinder gemeinsam „aussprechen“ lassen.
- „Das ist halt Kinderkram“ oder „Ignorier das einfach“ sagen.
- Eltern gegeneinander ausspielen oder Namen in der Gruppe nennen.
- Mit den beteiligten Kindern einzeln sprechen.
- Dem Kind sagen: „Du bist nicht schuld. Ich helfe dir.“
- Namen nur im Team und mit der Leitung besprechen, Schweigepflicht beachten.

Dokumentieren
Schreiben Sie noch am selben Tag auf, was Sie gesehen oder gehört haben. Wörtliche Sätze helfen später mehr als Ihre Deutung.
Die Checkliste als PDF
Fünf Schritte und der Plan für die ersten 48 Stunden, zum Aufhängen im Teamraum. Kommt sofort per E-Mail.
Hintergründe und Zahlen stehen im Leitfaden Mobbingprävention.
Sie bekommen die Unterlagen per E-Mail und können sie direkt öffnen.
Für Ihre Leitung
Tragen Sie die Adresse ein, dann öffnet sich Ihr Mailprogramm mit einer fertigen Nachricht. Wir speichern die Adresse nicht und verschicken nichts.
Mobbing im Team angehen
In der Fortbildung „Mobbing Stop!“ arbeitet Ihr Team an Vorbeugung und am Eingreifen, wenn es so weit ist.
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Stand: Oktober 2026 · Erstellt mit KI-Unterstützung